Eine gute Akustik und das Thema Schall sind wichtig. Viele denken dabei an ein großes Bauvorhaben und viel Aufwand sowie eine komplexe Berechnung. Jedoch gibt es auch einfacherer Mittel, die Raumakustik zu verbessern. Es gibt diverse Absorberplatten und jeder Raumakustikplaner kennt sich damit aus. Der Aeroakustik Windkanal hingegen wird bei der Fahrzeug- und Luftfahrttechnik angewendet.

Der Schallabsorptionsgrad

Bei einem Schallabsorber ist der Schallabsorptionsgrad wichtig. Dieser ist das Verhältnis von der reflektierten zur absorbierten Schallenergie. Hierbei steht der Wert null für die absolute Reflexion. Beim Wert eins ist eine vollständige Absorption erreicht. Wenn man dann den Absorptionsgrad mit 100x nimmt, erhält man den sogenannten Schallabsorptionsgrad (in Prozent). Eine bessere Raumakustik wird grundsätzlich in jedem Raum gebraucht. Jedoch gibt es Räume, die es aufgrund ihrer Nutzung und Beschaffenheit nötig haben, dass die Akustik dort optimiert wird. Dazu zählen Industriehallen. Auch Großraumbüros oder Callcenter gehören dazu. Hier sprechen viele Menschen gleichzeitig am Telefon und jeder sollte alles verstehen. Auch Kindergärten und Schulen brauchen eine gute Akustik. Ebenso Tonstudios und Hotels, Restaurants und Bars. Sogar im Wohnbereich, beispielsweise im Heimkino, ist eine angenehme Akustik erwünscht.

Aeroakustik Windkanal

Zeichnung eines Windtunnels
Technische Zeichnung eines Windkanals

Bei einem Aeroakustik Windkanals handelt es sich um Windkanäle für aeroakustische Untersuchungen beispielsweise im Bereich der Luftfahrt- oder Fahrzeugtechnik. Diese Windkanäle werden wegen der oftmals lauten elektrischen Antriebe oder Geräte und der aerodynamischen Geräusche (Gebläse etc.) in der jeweiligen Luftführung im Windkanal, nachträglich reduziert. Dadurch wird erreicht, dass diese Geräusche nicht die wichtigen, zu untersuchenden Geräusche im Fahrzeug bzw. im Luftfahrzeug stören. Die ersten Aeroakustik Windkanäle agierten mit Schalldämpfern und Beschichtungen, damit eine Geräuschminderung entstand. Jedoch haben die umströmten Materialien den Nachteil, dass viele Partikel mitgerissen werden von der Luft. Das beeinträchtigt dann negativ die akustische Wirksamkeit und die Luftqualität. Bei einem neueren Aeroakustik Windkanal, wie auch hier nachzuschauen ist, setzt man faserfreie, alternative Schallabsorber ein.

Diese bestehen aus einer Kombination aus Plattenabsorbern, Membranabsorbern und Schaumstoffen. Diese speziellen Schaumstoffe sind auf einen höheren Bereich der Frequenz abgestimmt. Die Absorber hingegen sind auf tieferfrequente Geräuschanteile ausgerichtet. Sogenannte Membranabsorber hingegen sind aus ebenen Kulissen konzipiert. Diese sind so zehn Zentimeter dick und kombiniert mit Helmholtz-Resonatoren oder Plattenschwingern. Abgedichtet werden diese mit einer geschlitzten oder gelochten Metallmembran. Hier wird über sämtliche Kammern der jeweiligen Kulisse eine zweite und schwingfähige Membrane (Metall) angebracht. Der Membranabsorber ist jeweils ein geschlossener Körper. Er besteht nur aus einem Werkstoff, entweder Aluminium oder Metall. Über einen Parameter Kammervolumen geschieht dann die Abstimmung der Absorber auf den jeweils gewünschten Frequenzbereich. Auch die Dicke, die Schlitzbreite und der Abstand zwischen der Schlitzmembran und dem Deckmembran sind entscheidend.